Frei nach dem Rambo-Recht
Von Dietmar Ostermann
Der Verdacht erhärtet
sich, dass Mitarbeiter der US-Sicherheitsfirma Blackwater im September 17 irakische Zivilisten im Rambo-Stil erschossen haben. Nach Pentagon und der irakischen
Regierung kommt jetzt offenbar auch das FBI zu
diesem Schluss.
Was aber folgt
daraus? Allenfalls werden sich die Schützen mit dem
übernervösen Zeigefinger einen neuen Job suchen müssen. Juristisch
fallen sie in ein schwarzes Loch, das die Bush-Regierung keinesfalls so zufällig geschaffen hat, wie sie jetzt
tut. Gesetzeslücken
und Grauzonen gibt es ja auch für Terrorgefangene
und CIA-Folterknechte.
Die Sache hat System.
Sicherheitsfirmen im Irak gilt weder
irakisches noch sonst ein Recht.
Die Besatzungsmacht wollte es so. Das ist in vielfacher Hinsicht ein Skandal.
Auch in
Washington scheint man nun zu
begreifen, dass von jeder Verantwortlichkeit befreit ballernde Privatsöldner der eigenen Sache schaden.
Doch auch wenn der US-Kongress
die Gesetzeslücken jetzt schließen will, ist
das symptomatisch.
Von Souveränität bleibt der Irak noch weit entfernt.